Backlinks – SEO (Google): Wie wichtig sind Verweise?

Rankingprobleme: Sind mal wieder die Backlinks schuld!? Sie sind oftmals der entscheidende Faktor.

 

Anhand dieses Beitrages möchte ich dir im Groben erklären, was es mit den sagenumwobenen Backlinks im Bereich der Suchmaschinenoptimierung auf sich hat. Vorweg kann ich dir jedoch schon sagen, dass sie in der Tat einer der wichtigsten Rankingfaktoren überhaupt sind (Stand: 2017), weswegen ich sie zusammen mit dem Content und dem Nutzerverhalten zu meinem heiligen Dreieck der Rankingfaktoren hinzugefügt habe. Vor allem im Bereich Nischenseite, im Bereich Affiliate Marketing ist das Thema häufig ein Graus. Warum?

 

Obwohl es meistens nicht danach aussieht, so geben sich viele Webmaster doch einiges an Mühe, um ihre Inhalte zu erstellen und der Öffentlichkeit zu präsentieren. Immer häufiger werden sogar echte Reviewvideos von Produkten gedreht, was definitiv einiges an Arbeit bedeutet. Den Text-Content bitte nicht vergessen! Wenn man für kompetetive Schlüsselwörter ranken möchte, so sollte man die reine Wortanzahl von 2000 in der Tat nicht unterschreiten. Insgesamt hat es also viele Stunden, vielleicht sogar Tage gedauert, bis du eine solide Seite in den Index einreichen konntest.

 

Hier kommt das Problem: Die wahre Arbeit hat gerade erst begonnen. Ich meine mich daran zu erinnern, dass Brian Dean von Backlinko einst formuliert hat, dass die Erstellung des Inhaltes vielleicht 10 % der Arbeit für die lukrativen Google-Rankings ausmacht. In vielen Fällen stimmt das auch, denn der Backlinkaufbau ist in der Tat harte Arbeit. Früher war das vielleicht noch einfacher: Masse statt Klasse, die eigene Webseite in möglichst viele Gästebücher und Webverzeichnisse eintragen und fertig. Das funktioniert schon lange nicht mehr.

 

Früher galt: Masse statt Klasse. Heute: Qualität!

 

Allerdings muss man den Webmastern von der damaligen Zeit lassen, dass das Erstellen einer Webseite insgesamt noch deutlich schwieriger war, sofern man keine tiefen Kenntnisse besaß. Die Kombination WordPress + kostenpflichtiges Premium-Theme + Plugins = Erfolg gab es damals noch nicht. Aber nun zurück zu den Backlinks. Warum ist es also so hart, Verweise für seine eigene Internetpräsenz zu bekommen? Wie bereits in der allgemeinen SEO-Einführung auf der Startseite thematisiert, so herrscht zumindest im deutschsprachigen Raum in der Tat eine gewisse Verlinkunsangst.

 

Das ist ein Fakt, die Gründe dafür sind an dieser Stelle egal. Wenn ein Webmaster also einen Gartenblog betreibt, und du denkst, dass dein Rasenmäher-Roboter-Ratgeber als Link eine wertvolle Ergänzung für sein Portal darstekllt, dann hast du dich leider geschnitten. Mit freundlichem Nachfragen hast du bei dieser Art von Outreach (generelles Verfahren, um Backlinks zu bekommen) eher schlechte Karten. Ich würde schätzen, dass die Chance auf eine positive Antwort in diesem Fall zwischen 0,5 und 1 % liegt.

 

Es gibt allerdings viele Möglichkeiten, dennoch an wertige Links zu bekommen, welche ich im Rahmen meines SEO-Blogs auch thematisieren werde. Wem es an Kapital fehlt, der fährt häufig mit Kreativität den besseren Weg. Allerdings müssen noch ein paar technische Grundaspekte der Backlinks thematisiert werden. Diese werden generell nämlich in sogenannte DoFollow- (bzw. Follow) und NoFollow-Links unterteilt. Was hat es denn damit bloß auf sich? Auf Grund von zunehmendem Webspam wurde vor ein paar Jahren der NoFollow-Tag eingeführt. Webseiten mit extrem schlechten Content hatten es zunehmend schwerer.

 

Der NoFollow-Tag sollte Webspam reduzieren.

 

Diese Funktion sagt dem Crawler von Google, dass der Linkjuice der eigenen Seite nicht an die verlinkte Seite weitergegeben werden sollte. Warum ist das so wichtig? Dadurch wird verhindert, dass jedweder ausgehende Link, beispielsweise aus der Kommentarsektion eines Blogs, Linkjuice weiterleitet. Wenn man nur mal eben schreibt, dass einem der Blogbeitrag sehr gut gefallen hat, dann ist das verständlicherweise keinen hochwertigen Link wert. Generell gibt es im Hinblick auf die Bewertung eines Backlinks extrem große Unterschiede, was seine Position auf der Webseite anbetrifft, aber dazu später mehr.

 

Im Hinblick auf die Bewertung seitens Google ist ein NoFollow-Link also tendenziell schlechter als ein DoFollow-Backlink. Allerdings gehören NoFollow-Links zu einem natürlichen Linkmix dazu und darüber hinaus kann ein NoFollow-Link von einer Autorität wie beispielsweise von Wikipedia sogar waren Trust auf deine Seite leiten. Nicht umsonst werden NoFollow-Backlinks von Wikipedia für 150 – 250 Euronen gehandelt. Ob sich diese Investition auszahlt, ist wiederum eine vollkommen andere Frage.

 

Hier ist jedoch Vorsicht geboten! Laut den Webmaster-Richtlinien von Google ist der transaktionäre Handel mit diesem „Gut“ strikt untersagt. Theoretisch könnten die involvierten Webseiten bei einer manuellen Prüfung dann Ärger bekommen. Im deutchsprachigen Raum ist von solchen Handlungen (Stand: 2017) jedoch im Vergleich zu Amerika noch kaum gesprochen worden. In der ganzen SEO-Szene wird weitestgehend davon ausgegangen, dass der transaktionäre Handel mit dem Gut beziehungsweise der Dienstleistung „Backlink“ nicht geahndet wird.

 

Vorsicht: Beim Backlinkaufbau die Google Webmaster-Richtlinien beachten!

 

In wie fern das so bleiben wird, kann natürlich nur die Zukunft zeigen. Der Google-Algorhytmus kann besonders unnatürliches Linkbuilding jedoch ziemlich gut durchschauen. So ist es nämlich relativ auffällig, wenn eine zwei Wochen alte Webseite einen Backlink von Mens Health oder von Forbes bekommt. Das könnte allerhöchstens dann gut gehen, wenn die Webseite zuvor enorm starke Trafficanstiege und Brand Searches zu verzeichnen hat. Doch bei einer so jungen Webseite wäre das definitiv der Ausnahmefall.

 

Wie bereits im Rahmen der allgemeinen Suchmaschinenoptimierungseinführung muss ich an dieser Stelle erneut betonen, dass du in dieser Branche vor allem einiges an Geduld benötigst, um Erfolge zu verspüren. Bei den meisten Nischenseiten würde ich empfehlen, nicht mehr als 6 – 10 Backlinks pro Woche zu setzen. Du musst allerdings immer im Hinterkopf behalten, dass Backlinks ohne Traffic für die Suchmaschine eigenartig und unnatürlich wirken. In wie fern Google in der Lage ist, Traffic und das Nutzerverhalten zu messen, ist in der SEO-Szene umstritten.

 

Ich bin der Ansicht, dass diese Faktoren für unsere geliebte Suchmaschine definitiv messbar sind. Hierzu werde ich noch mehr im Artikel, der sich der richtigen Contenterstellung passend zur Suchintention des Benutzers widmet, erzählen. Das Verhältnis von NoFollow- und DoFollow-Backlinks sollte schon im Laufe der ersten Monate natürlich wirken. Empfehlenswert halte ich langfristig ein Verhältnis von 60-70 % DoFollow-Links zu 30-40% NoFollow-Links. Selbst mit 50 % zu 50 % oder anderen Abweichungen kannst du jedoch noch gut fahren.

 

Welches Verhältnis von NoFollow- und DoFollow-Backlinks ist erstrebenswert?

 

Wenn man sich mit dem Thema Backlinks beschäftigt, so findet man nämlich tatsächlich das eine oder andere Projekt, welches ausschließlich DoFollow-Backlinks vorzuweisen hat und dennoch gut rankt. Backlinks als Rankingfaktor sind zwar nach wie vor unglaublich wichtig, doch im Vergleich zu den letzten Jahren haben sie dennoch ein wenig an Bedeutung verloren. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass man mit positivem Nutzerverhalten, beispielsweise im Durchschnitt über 4 Minuten Verweildauer bei hunderten Besuchern pro Tag auf einem Produktreview, sehr starke Positionen in den Serps einnehmen kann.

 

Es gibt natürlich eine Vielzahl von kleineren Rankingfaktoren wie beispielsweise der Verwendung von HTTPS, doch insgesamt betrachtet bin ich der Ansicht, dass Content, Backlinks und Nutzerverhalten die entscheidenden Faktoren sind. Eine sehr gute Möglichkeit, um an die Links ohne finanzielle Investitionen zu kommen, ist der sogenannte Backlinktausch. Hierbei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass kein sogenannter AB-Tausch zu Stande kommt. Domain A verlinkt auf B und B verlinkt dafür auf A. Aus der Sicht von Google ist das viel zu auffällig.

 

Der Algorhytmus kann das nämlich in der Tat detektieren, und wenn dein Linkprofil nur aus solchen Links besteht, wirkt das sehr unnatürlich. Mit guten Rankings wirst du dann eher nicht belohnt. Demnach ist ein ABC-Tausch die bessere Lösung! In wie weit diese Methode dem sogenannten Blackhat-Linkbuilding zugeordnet werden könnte, ist eine andere Frage. Wenn man einen themenrelevanten Verweis auf seiner Webseite einbaut, was könnte daran so schlimm sein? Doch diese Thematik wird in späteren Beiträgen näher thematisiert.

 

Backlinktausch: Immer ABC, niemals AB!

 

An dieser Stelle geht es erstmal um die bloße Technik. Bei dem sogenannten ABC-Tausch verweist Domain A auf B, B auf C und C auf A. Bei dieser Methode sind später keinerlei Anzeichen von einem Backlinktausch erkennbar. Wie findest du also Webmaster, mit welchen du einen solchen Tausch durchführen könntest. Und viel wichtiger: Wie bewertest du einen Backlink? Dieses Thema werde ich definitiv in einem ausführlichen Ratgeber abhandeln. Erstmal zur Suche nach potentiellen Tauschpartnern: Facebookgruppen sind ein guter Anlaufplatz!

 

Es gibt inzwischen eine Vielzahl von Linktauschgruppen, innerhalb welcher du potentielle Partner finden kannst. Als Anfänger fragst du dich womöglich, warum das so wichtig ist, wenn du auch im Handrumdrehen Kommentar-, Verzeichnis- und Blogbacklinks bekommen kannst? Weil diese Arten von Backlinks plump gesagt einfach minderwertig ist. Eine Faustregel im Bereich des Linkbuildings besagt, dass ein Link desto besser ist, je härter und schwerer es ist, ihn zu bekommen. Im Durchschnitt kann man diesem Sprichwort auch definitiv zustimmen. Dein Linkprofil kannst du beispielsweise mit Majestic oder auch mit der Google Search Console checken.

 

Und ja, die Arbeit in ein hochwertiges, aber auch natürliches Backlinkprofil zahlt sich definitiv aus. Im Bereich der Suchmaschinenoptimierung ist es generell sehr wichtig, dass du nicht zu lange im Bereich der Theorie verharrst. Nur anhand deiner eigenen Experimente wirst du erkennen, wie man den Backlinkaufbau Schritt für Schritt angeht. Im Groben sollte dein Plan wie folgt aussehen: Zunächst beschreibe ich den Anfang. Wenn es darum geht, einen Grundstock an Backlinks zu sammeln, kannst du definitiv von den einfacheren Quellen Gebrauch machen.

 

Am Anfang sind weniger wertvolle Links in Ordnung.

 

Das wären die allseits bekannten Verzeichnisse, Blogkommentare und Gästebücher. Strenggenommen gibt es noch weitere Unterteilungen dieser weniger wertvollen Backlinks, doch im Kern stehen diese drei Gruppen. Vor allem Verzeichnisse werden des Öfteren mit einem ominösen „Grundrauschen“ assoziiert. Das liegt daran, dass angenommen wird, dass sich die Crawler von Google sehr gerne auf diesen Portalen aufhalten. Sprich, wenn du deine Seite dort einträgst, ist es wahrscheinlich, dass einige Crawler ihr einen Besuch abstatten werden und möglicherweise weitere Unterseiten von dir indexieren.

 

Wenn du nämlich lediglich nur eine Sitemap bei der Google Search Console, einem unglaublich wichtigen Webmaster-Tool einreichst, kann es mitunter sehr lange dauern, bis alle Seiten wie von dir gewollt überhaupt erstmal im Index landen. Wenn du mit einer typischen „Produktnischenseite“ für dein Hauptkeyword möglicherweise auf Seite 4 – 8 der Googlesuchergebnisse einsteigst, kann es durchaus sein, dass du dich alleine durch die weniger wertvollen Backlinks bis auf Seite 2 bis 3 vorkämpfen kannst.

 

Das Problem ist jedoch, dass dieser Rankingschub ab einem bestimmten Punkt schlichtweg aufhören wird. Das liegt daran, dass deine Konkurrenz höchstwahrscheinlich über die Zeit hinweg einfach bessere Backlinks aufgebaut hat. Alexander Rus bezeichnet die Phase nach dem einfachen Linkbuilding in meinen Augen zurecht als den „Grind“. Denn dann beginnt die harte beziehungsweise kostspielige Linkbuilding-Arbeit. Mit Affiliateprojekten kannst du in diesem Moment auch durchaus mit dem oben beschriebenen Linktausch punkten.

 

Wie ist deine Konkurrenz aufgestellt?

 

Wenn sich deine Konkurrenz jedoch beispielsweise sogar einen Herstellerlink erarbeitet hat, wirst du wahrscheinlich nur mit sehr konsequentem Linktausch an ihr vorbeiziehen können. Obwohl der Einfluss der Nutzersignale auf das Googleranking umstritten ist, so würde ich dir dennoch empfehlen, die durchschnittliche Verweildauer im Auge zu behalten. Dieser Wert (bezogen auf die jeweilige Unterseite, nicht der Gesamtdurchschnitt der Sitzungsdauer) ist meines Erachtens in der Tat ein sehr wichtiger Rankingfaktor.

 

So kann es theoretisch sogar sein, dass du trotz leicht besserer Backlinks an deiner Konkurrenz nicht vorbeiziehen wirst, wenn die durchschnittliche Sitzungsdauer bei ihr beispielsweise 90 Sekunden höher ist. Denn dieser Wert signalisiert Google schlichtweg, dass sein Ergebnis für den Benutzer offenbar deutlich interessanter ist, da er ja mehr Zeit auf seiner Seite verbringt. Doch das Nutzerverhalten ist wiederum ein anderes Thema, welches ich noch ausführlich thematisieren werde. Fakt ist soweit: Suchmaschinenoptimierung ohne Backlinks funktioniert nicht wirklich.

 

Es gibt allerdings Möglichkeiten, um beinahe ohne Backlinks lukrative Top-Positionen zu erzielen. Neue Keywords sind hierfür das Stichwort. Auch diese Thematik bedarf einer ausführlichen Analyse. Wichtig ist außerdem auf jeden Fall auch die Unterscheidung zwischen Blackhat und Whitehat. Diese Begriffe wirst du im Bezug auf SEO und Backlinks sehr häufig zu hören bekommen. Der Begriff Greyhat wird unter anderem auch das eine oder andere Mal in den Raum geworfen.

 

Blackhat, Whitehat und Greyhat-Linkbuilding.

 

Zur Begriffserklärung: Blackhat Linkbuilding Methoden beschreiben den Prozess des starken Eingriffes im Hinblick auf die Erschaffung von Verweisen für deine Webseite. Wenn du dich beispielsweise in einem Forum anmeldest und selber einen Link zu deiner Seite setzt, betreibst du theoretisch schon Blackhat SEO. Laut den Richtlinien für Webmaster von Google sollst du als Webmaster nämlich im Grunde genommen gar keine eigenen Links im Web setzen. Das bedeutet im Prinzip, dass jeder, der aktiv Linkbuildingmethoden anwendet, Blackhat SEO betreibt.

 

In dieser Szene gibt es jedoch starke Unterscheidungen im „Schweregrad“ der versuchten Täuschung der Suchmaschine. Während ein Gästebucheintrag oder ein Blogkommentar definitiv als enorm leichtes Greyhat SEO betrachtet werden kann, so sind Geschichten wie PBN’s (Private Blognetzwerke) schon eher dunkles Blackhat SEO. Wie bereits gesagt solltest du grundsätzlich also vorsichtig beim Backlinkaufbau agieren. Mit genügend Geduld, mit Biss und Durchhaltevermögen beim Backlinkaufbau ist es jedoch sehr wahrscheinlich, dass du deine erträumten Rankings erreichen kannst. Dafür werde ich dir natürlich noch viele nützliche Tipps und Tricks auf meinem Blog liefern.


Für diesen Beitrag sind die Kommentare geschlossen.